Over ’n Out

Veröffentlicht: 14/12/2011 in 500 Worte oder zwei Minuten
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Der Regen prasselt unermüdlich gegen die Fensterscheibe. Dort draußen, hinter den grauen, schmierigen Wolken, geht bald die Sonne unter. Es ist kalt in meinem kleinen Wohnheimzimmer. Nur noch schemenhaft ist die Landkarte an der Wand erkennbar – Libanon, Westsyrien, Nordisrael. Daneben eine Kippa von der Klagemauer, meine Aufenthaltsgenehmigung im Libanon, ein Poster mit einer Aufnahme aus Aleppo. Im schummrigen Licht hängen sie dort aufgereiht – Erinnerungen, Anklänge an eine andere Zeit, eine andere Welt – an ein Jahr, das vorbei ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Sie leben seit mehr als sechzig Jahren im Land, aber haben weniger Rechte als jeder Ausländer – die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon. Ich habe mich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Hier die Ergebnisse: Den Rest des Beitrags lesen »

Im Land des Drängelns

Veröffentlicht: 24/09/2011 in Im Heiligen Land
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Verallgemeinerungen sind generell schlecht. Dennoch: Die Israelis, zumindest diejenigen, die ich bisher kenne, haben eine Sache gemeinsam – sie sind enorm zuvorkommend…

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Leider bin ich zur Zeit enorm beschäftigt und kann mich deshalb nicht so um diesen Blog kümmern, wie ich es gerne würde. Es ist aber nicht so, als wäre ich nicht mehr journalistisch tätig und läge die ganze Zeit faul am Strand herum (höchstens die halbe Zeit). Ich habe nur die Medien gewechselt. Im Folgenden eine kleine Auswahl meines Outputs in den letzten Wochen und Monaten. Heute: Mein Beitrag zur Berichterstattung über die israelischen Zeltproteste.

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Ausnahmezustand light

Veröffentlicht: 21/08/2011 in Im Heiligen Land
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Erstmal an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die vielen Menschen, die sich in den letzten Tagen bei mir nach meinem Wohlbefinden erkundigt haben – es geht mir gut. Es ist aber ein seltsames Gefühl, in einem Land zu leben, in dem Terroranschläge verübt werden; vor allem, weil keiner weiß, was das jetzt eigentlich heißt, für Israel, für den Gaza-Streifen, für die israelisch-ägyptischen Beziehungen… Alles schwebt. Um mal zu illustrieren, wie sich das anfühlt, hier mein Tagesablauf vom vergangenen Freitag, dem Tag nach den Anschlägen.

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Aber mal sowas von exklusiv

Veröffentlicht: 14/08/2011 in Im Heiligen Land
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Nachdem alle deutsche Leitmedien ja schon seit Wochen über die anhaltenden Zelt-Proteste in Tel Aviv berichten,* zieht Bodos Wortpresse jetzt nach. Aber natürlich gibt es hier, wie Ihr es nicht anders gewohnt seid, kein Standard-Programm, sondern nur absolut exklusives Material. Ich denke, dies dürften die ersten veröffentlichten Film-Aufnahmen von den Tel Aviver Demonstrationen – um halb sechs Uhr morgens! – sein. Viel Spaß dabei! Den Rest des Beitrags lesen »

Jerusalem ist eine faszinierende Stadt, und das beeindruckendste für mich ist die Altstadt. Ich trete durch das Jaffa-Tor im Westen und spüre förmlich, wie mich die Geschichte umfängt. Rechts ein christliches Viertel, weiter vorne ein jüdisches, links ein muslimisches – all das auf einer winzigen Fläche. Kleine Gässchen in Kopfsteinpflaster, Märkte, Kirchen, Synagogen, Moscheen, es riecht nach Falafel, Schawarma (und schwitzenden Touristen), ich höre Hebräisch, Arabisch (und sehr oft deutsch, holländisch und amerikanisch)… Ungeachtet seines politischen Status ist Jerusalem für einen nicht involvierten Besucher vor allem eins: Wunderschön. Dazu noch diese Orte – Jesu Leidensweg, die Grabeskirche, es ist teilweise fast zu viel. Und die beeindruckende Altstadt mitten im faszinierenden Jerusalem hat einen Ort, der den ganzen Zauber konzentriert – den Tempelberg.  Den Rest des Beitrags lesen »